Everybody's Gone to the Rapture

Everybody's Gone to the Rapture

Ein düsteres Geheimnis wartet

Ein kleines Dorf in der englischen Provinz, verschlafen und ruhig. Zu ruhig, möchte man meinen. Denn das malerische Idyll trägt ein finsteres Geheimnis und es ist am Spieler, es zu lüften. Dazu müssen Rätsel gelöst und die Spielwelt erkundet werden, Hinweise gefunden und die lückenhaften Informationen zu einem großen Ganzen verwoben werden. Nur wer sich mit Kreativität und Neugierde auf die Suche nach den verschwundenen Dorfbewohnern macht, hat eine Chance, das schaurige Geheimnis von Shropshire zu entschlüsseln.  Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • Dichte Atmosphäre
  • Spannende Rätsel
  • Originelle Einfälle
  • Bildhübsche Grafik

Nachteile

  • Wenig interaktiv
  • Teilweise etwas gestreckt

Ein kleines Dorf in der englischen Provinz, verschlafen und ruhig. Zu ruhig, möchte man meinen. Denn das malerische Idyll trägt ein finsteres Geheimnis und es ist am Spieler, es zu lüften. Dazu müssen Rätsel gelöst und die Spielwelt erkundet werden, Hinweise gefunden und die lückenhaften Informationen zu einem großen Ganzen verwoben werden. Nur wer sich mit Kreativität und Neugierde auf die Suche nach den verschwundenen Dorfbewohnern macht, hat eine Chance, das schaurige Geheimnis von Shropshire zu entschlüsseln. 

Die trügerische Idylle der englischen Provinz

Everybody's Gone to the Rapture setzt den Spieler in der ansehnlichen, doch völlig entvölkerten Ortschaft aus, ohne ihn mit besonders viel Hintergrundwissen auszustatten. Dieser Minimalismus zieht sich durch das ganze Spiel, das in der Tradition klassischer Point-and-Click Adventures steht und dem Genre der Walking-Simulatoren zugerechnet werden kann. Die Interaktion mit der Umwelt beschränkt sich auf das Durchwandern und Beobachten, sowie das Interagieren mit bestimmten Gegenständen. Hier steht weniger das Gameplay, sondern vielmehr die künstlerische Umsetzung und ihre emotionale Wirkung auf den Spieler im Vordergrund. Zusammen mit der tiefgründigen Story, die nur fetzenhaft und unzusammenhängend erzählt wird und so zum Mitdenken anregt, wird eine dichte, aufwühlende Atmosphäre geschaffen. Der Kontrast der bildschönen Umgebung, die ein finsteres Geheimnis hütet, trägt ebenfalls sehr dazu bei.

Stöbern und Rätseln

Die meiste Zeit verbringt man in Everybody's Gone to the Rapture mit dem Erkunden der Umgebung. Dabei kann die ganze Stadt inklusive vieler Gebäude durchstreift werden, ein naher Bahnhof und eine Farm stehen ebenso zur Begehung bereit. Dabei häufen sich zusehends übernatürliche Phänomene, wie ein willkürlich auftauchendes Irrlicht, das den Spieler zu lenken versucht, sowie Fetzen fremder Erinnerungen, welche ihn wie Halluzinationen heimsuchen. Über die Story kann nicht viel gesagt werden, ohne Schlüsselelemente zu verraten und den Spaß zu verderben. Es sei nur so viel gesagt: Die vielen unterschiedlichen Fäden laufen am Ende zwar zusammen und geben Antworten auf viele der aufgeworfenen Fragen, eine allumfassende Lösung auf dem Silbertablett wird jedoch nicht gewährt. Auch hier bietet das Spiel viel Raum für Interpretationen und eigene Schlüsse, was jedoch mitunter auch ein wenig anstrengend sein kann. 

Grafisch ist Everybody's Gone to the Rapture für den PC eine absolute Augenweide, wie schon die zuvor erschienene Fassung für die PlayStation 4. Die Lichteffekte sind eindrucksvoll, die Farben satt und einladend, das dörfliche Idyll wirkt fast wie gemalt. Gerade diese beruhigende Schönheit kontrastiert hervorragend mit den schaurigen Vorkommnissen. Zusätzlich profitiert die Computerversion von höheren Auflösungen bis hin zum 4k-Modus. Dem sehr guten Gesamteindruck abträglich sind nur das recht ausgeprägte Kantenflimmern und eine gewisse Unschärfe der Texturen, die vor allem bei Bewegung auffällt

Ein Rätselvergnügen der künstlerischen Art

Everybody's Gone to the Rapture überzeugt mit einer fesselnden, gut durchdachten und ineinander greifenden Story, die den Spieler nur wenig an die Hand nimmt und viel Raum für eigene Überlegungen lässt. Das Gameplay ist bewusst minimalistisch gehalten und besteht hauptsächlich aus dem Erkunden der Umgebung und dem Lösen von Kombinationsrätseln. Dabei glänzt das Spiel mit vielen originellen Einfällen und einer emotionalen Tiefe, welche im Videospielbereich so selten anzutreffen ist. Zu bemängeln sind lediglich die eingeschränkten Interaktionsmöglichkeiten, die nicht jedermanns Geschmack sein dürften, sowie einige Spielabschnitte, die ein wenig gestreckt wirken. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Spiel mit ungewöhnlich hohem künstlerischen Anspruch, von dem dich nur ein kurzer Download trennt.

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